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Die Einführung

Die BDSM- Welt

Mehr als Schmerz. Eine Einladung in eine Welt aus Vertrauen, Macht und Hingabe.

von EisenSeide aktualisiert 6 Min. Lesezeit

Willkommen in der bizarren, schönen Welt des BDSM. Wir wollen dir zeigen, dass sie mehr ist als Gewalt und stumpfes Schmerzzufügen.

Lange galt Sadomaso als krank. Nur psychisch Gestörte stünden auf „solche Spielchen“, hieß es im Volksmund. Dann kam Fifty Shades of Grey – über 150 Millionen verkaufte Bücher – und plötzlich zeigte sich, wie viele Menschen von Fesseln, Kontrolle und Hingabe träumen. Gerade Frauen fanden sich in der Welt von Anastasia und Christian wieder.

Mit bd-sm.net wollen wir Licht in diese dunklen Fantasien bringen – ehrlich, sinnlich und ohne Klischees. Was genau ist Spanking, und warum lassen sich Menschen gern den Hintern versohlen? Was ist Bondage, und kann jeder diese Fesselkunst lernen? Wer bin ich eigentlich: dominant, devot – oder beides?

Es gibt kaum etwas, das es nicht gibt. Steh zu deinen Fantasien und lebe sie aus. Aber merk dir eins: Respektiere immer dein Gegenüber.

Vier Buchstaben

Drei Welten, ein Kürzel

BDSM verbindet drei Begriffspaare. Die meisten Menschen fühlen sich zu einem besonders hingezogen – und entdecken mit der Zeit die anderen.

  1. I

    Bondage & Disziplin

    Fesseln, Seile, Handschellen – und Regeln, die eingehalten werden wollen. Hier geht es um das Gefühl, festgehalten zu werden und loslassen zu dürfen.

  2. II

    Dominanz & Submission

    Macht wird bewusst verschenkt und angenommen. Herrin und Sklave, Dom und Sub – ein Spiel mit Rollen, Blicken und Befehlen, oft ganz ohne Schmerz.

  3. III

    Sadismus & Masochismus

    Lust durch Schmerz – geben oder empfangen. Vom ersten Klaps beim Spanking bis zur Intensität, die Endorphine fluten lässt. Immer dosiert, immer gewollt.

Gar nicht so selten

Du bist nicht allein mit deinen Fantasien.

46,8%
haben mindestens eine BDSM-Praktik schon einmal ausprobiert.
22%
weitere haben entsprechende Fantasien – zusammen also fast sieben von zehn Menschen.
7,6%
bezeichnen sich selbst ausdrücklich als BDSM-interessiert.
2022
Seit der ICD-11 gilt einvernehmliches BDSM nicht mehr als psychische Störung.

Quellen: Holvoet et al. (2017), „Fifty Shades of Belgian Gray“, Journal of Sexual Medicine 14(9), repräsentative Befragung von 1.027 Erwachsenen in Belgien · Wismeijer & van Assen (2013), Journal of Sexual Medicine 10(8) · WHO, ICD-11 (in Kraft seit 1. Januar 2022).

Klartext

Vier Mythen, vier Wahrheiten

Kaum ein Thema ist so von Vorurteilen umstellt. Zeit, ein paar davon aufzuräumen.

  1. Mythos

    BDSM ist Gewalt.

    Wirklichkeit

    Gewalt geschieht gegen den Willen eines Menschen. BDSM geschieht nur mit ausdrücklicher Zustimmung – vorher abgesprochen, jederzeit per Safeword beendbar.

  2. Mythos

    Wer so etwas mag, ist gestört.

    Wirklichkeit

    Die Weltgesundheitsorganisation sieht das seit der ICD-11 anders: Einvernehmliche Neigungen sind keine Krankheit. Studien finden bei BDSM-Praktizierenden keine schlechtere psychische Gesundheit als im Durchschnitt.

  3. Mythos

    Es geht immer um Schmerz.

    Wirklichkeit

    Viele spielen ganz ohne: Rollenspiel, Kontrolle, Fesseln, Sinnesentzug, Rituale. Schmerz ist eine von vielen Farben – kein Muss.

  4. Mythos

    Die dominante Seite hat alle Macht.

    Wirklichkeit

    Die devote Seite setzt die Grenzen. Dominanz ist ein Geschenk, das jederzeit zurückgenommen werden kann – und damit vor allem Verantwortung.

„Das schönste Spiel ist das, bei dem beide wissen, dass sie jederzeit aufhören können.“
Die Redaktion von bd-sm.net

Das Fundament

Vier Regeln, die alles tragen

Zum Sicherheitsratgeber
  • SSC

    Safe, Sane, Consensual

    Sicher, mit klarem Verstand, einvernehmlich – das klassische Grundgesetz der Szene.

  • RACK

    Risk-Aware Consensual Kink

    Risiken kennen, offen besprechen und bewusst gemeinsam entscheiden.

  • Safeword

    Das Wort, das alles stoppt

    Ein vorher vereinbartes Wort beendet das Spiel sofort – ohne Diskussion.

  • Aftercare

    Danach zählt

    Decke, Wasser, Nähe, Gespräch: Die Zeit nach der Session gehört dazu.

Wo stehst du?

Dein Weg hinein

  1. Neugierig

    Ich will verstehen, was mich reizt

  2. Bereit

    Ich will es ausprobieren

  3. Fantasie

    Ich will lesen und träumen

Zum Eintauchen: Geschichten

Alle Geschichten

Viel Spaß beim Stöbern.

Dominant, devot oder Switch?

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